Dienstag, 1. Oktober 2013

Sicherheitsprobleme beim kostenlosen FTP Programm “FileZilla”

Das FTP-Programm FileZilla ist ein sehr beliebter und kostenfreier FTP-Client, welcher eine Verbindung zu beliebigen FTP-Servern ermöglicht.

FileZilla speichert, sofern man es nicht ausdrücklich in den Einstellungen deaktiviert, die Zugangsdaten des Servers unverschlüsselt in eine “.xml”  Datei des Computer-Nutzers ab.
Dies hat zur Folge, daß Schadsoftware wie z.B. Trojaner diese Daten auslesen- und zum Missbrauch weiter verwenden werden.

Aber auch ist eine Manipulation der Webseiten-Daten des Nutzers möglich- es wird einfach ein beliebiger Schadcode in die Internetseiten eingebracht, was meist eine Index-Sperrung der Webseite durch Google und Co. zur Folge hat.

Wir raten allen FileZilla Nutzern:

Um die Sicherheitslücke zu schließen, müssen Sie lediglich die “Passwörter speichern Funktion” in den Einstellungen deaktivieren.
Bildschirmfoto FileZilla: klicken für grösseres Bild
Diese Funktion können Sie im Programm unter “Bearbeiten->Einstellungen->Oberfläche->Passwörter nicht speichern” auswählen.
Aus Sicherheitsgründen empfehlen wir auch die Kennwörter aller Zugangsdaten abzuändern.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Werbung an Schulen: Wie die Wirtschaft Einfluss gewinnt

Werbung an Schulen: Wie die Wirtschaft Einfluss gewinnt Wirtschaftsverbände und Konzerne versuchen immer stärker, Inhalte des Schulunterrichts zu beeinflussen.

So fordert die Arbeitgeberlobby das Schulfach “Wirtschaft”- angeblich, um Wissensdefizite der Schüler in Bereich Ökonomie zu verringern. Kritiker wie LobbyControl befürchten eine Verengung des Gemeinschaftskundeunterrichts auf die Sichtweise von Industrie und Wirtschaft. Inzwischen existieren Lehrpläne, Schulbücher und Unterrichtsmaterialien, die nach Ansicht der Kritiker einseitig die private Altervorsorge und den Kauf von Aktien propagieren.

In anderen Fällen erklärt die Industrie den Schülerinnen und Schülern die Vorteile des “Frackings” oder richtet Gen-Labore an Schulen ein.

Lehrer und Schüler würden so von den PR-Fachleuten der Unternehmen einseitig manipuliert, kritisiert auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft.

Der Verein LobbyControl veröffentlichte am 30. April 2013 seine Broschüre “Lobbyismus an Schulen”!

Samstag, 4. Mai 2013

Konsumer.info – Zeitgeschehen und News

Der Bundesrat hat am gestrigen Freitag einer Novelle des Telekommunikationsgesetzes zugestimmt.
Künftig müssen Telekommunikationsunternehmen auf Verlangen von Sicherheitsbehörden die Namen und Adressen ihrer Kunden herausgeben.

PIN-Nummern, Passwörter und Internetprotokoll-Adressen sollen ebenfalls bei Bedarf übergeben werden dürfen.

Ab dem 1. Juli soll das neue Telekommunikationsgesetz in Kraft treten. Ermittler könnten so künftig auf Kundendaten zugreifen, ohne dass eine konkrete Gefahr gegeben sei oder ein Richterbeschluss vorliege.

Ungeklärt ist derzeit noch mit welchen gesetzlichen Regelungen der Bundesnachrichtendienst oder das Bundeskriminalamt die Herausgabe der Bestandsdaten einfordern kann.

Die Zecken sind wieder da!

Gemein ist er wirklich, der gemeine Holzbock. Ixodes ricinus, wie sich das hinterlistige Spinnentier in der Fachsprache nennt, lauert draußen im Grünen. Das heißt, normalerweise hockt die Zecke faul auf Halmen oder ähnlichem und wartet ab.
Kommt ein geeigneter Wirt vorbei – zum Beispiel ein Mensch, ein Hund oder ein Reh – erwacht die Zecke, lässt sich abstreifen und klammert sich am Wirt fest. Zecken sitzen also nicht auf Bäumen und lassen sich herunterfallen. Sie treiben sich auf Gräsern, Farnen oder losem Laub im Wald herum. Erspähen die Tierchen ein potenzielles Opfer, krallen sie sich an Schuhen, Hosen oder direkt an der Haut fest. Dort krabbelt die Zecke solange umher, bis sie eine gut durchblutete Stelle ausfindig macht – beispielsweise die Kniebeuge. Dann sticht die Zecke zu und saugt Blut. Der Stich einer Zecke kann schwere Krankheiten auslösen. Eine davon ist die Hirnhautentzündung FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis). Dagegen kann man sich impfen lassen. Gegen die Borreliose gibt es keinen Schutz. Die bei der heimtückischen bakteriellen Infektion übertragenen Erreger können sich im Körper einnisten und zu chronischen Entzündungen führen. Die meisten Experten und offiziellen Stellen halten die Krankheit Borreliose für gut behandelbar. Dennoch schlagen Betroffenenverbände Alarm: Über eine Million Borreliose-Opfer gebe es allein in Deutschland; hinter vielen unspezifischen Beschwerden stecke eine unentdeckte chronische Borreliose. Dokumentation: wie gefährlich ist Borreliose wirklich?

Weitere Internetseiten die Informationen über Borreliose bereitstellen:

Deutsche Borreliose-Gesellschaft e.V..
Zecken.de
Wie wird eine Zecke richtig entfernt? .
Borreliose und FSME Bund Deutschland (BFBD) .

Mittwoch, 23. Januar 2013

Vorsicht Abzocke per E-Mail:Kreditkartenpishing über Ebay


E-Mails mit folgender Überschrift werden zur Zeit an Ebay Nutzer verschickt:
“eBay – PayPal Käuferschutz Datenabgleich”
Angegblich  sollen die Empfänger der Mails sofern man Kreditkartenbesitzer ist, sich mit den Daten der Kreditkarte auf  Ebay verifizieren.
Doch Vorsicht:
Die Mail stammt nicht von Ebay, sondern ist eine ganz dreiste Masche um an Ihre Kreditkarten und andere personenbezogene Daten zu kommen.
Merke:
Niemals verschickt eBay an ihre Nutzer solche E-Mails mit der Auforderung sich mittels Kreditkarte zu verifizieren!
Hier der Wortlaut der Mail:
Anmerkung Redaktion:  Der Namen des Empfängers wurde von uns unkenntlich gemacht.

“Sehr geehrte/r   S.**** W.******,
sollten Sie eine Visa, Master oder American Express-Card bei Ebay benutzen, bitten wir Sie diese mit den bei uns gespeicherten Daten zu überprüfen um eine Zugang/Kartensperre zu verhindern. Es besteht verdacht auf ein Betrug über Ihr Konto. Bitte führen Sie eine Kontoprüfung aus, da andernfalls wir zu Ihrem eigenem Schutz Ihren eBay Account und zuzügliche  Kreditkarten sperren müssen. Klicken Sie auf die im E-Mail-Anhang angehängte Datei und klicken dann auf “Öffnen mit”. Tragen Sie Ihre Daten vollständig wie angegeben ein. Sobald Ihre Daten Positiv überprüft worden sind, werden Sie zu unserer Startseite weitergeleitet.”
ebay
Wir warnen nochmals:
Vorsicht, die Mail stammt nicht von Ebay, sondern ist eine ganz dreiste Masche um an Ihre Kreditkarten und andere personenbezogene Daten zu kommen.
Folgen Sie der Auforderung in der E-Mail nicht!
Es handelt sich um eine sehr gut nachgebaute Ebayseite- Ihre Daten landen dort-> “ebaydata03.kontoebay.net/DE/ebay/konto/ebay_check.php” <- beim Betrüger, der mit Ihren Daten Ihr Konto abräumt oder noch schlimmeres mit Ihren Daten anstellt.
Anmerkung Redaktion:
“Wobei die End-URL von Betrügern beliebig geändert werden kann”.
Nach unseren Recherchen ist die Abzockseite, wie es fast zu erwarten war in Russland gehostet. Für die deutschen Strafverfolgungs-Behörden ist der/die Hintermänner faktisch nicht erreichbar.

Donnerstag, 31. Mai 2012

Paketfahrer bei GLS: Eine Art von Moderner Sklaverei

Der Enthüllungsjournalist Günter Wallraff war wieder unter falscher Identität unterwegs – beim Paketzusteller GLS.

Nach mehrmonatigen Recherchen und Undercover-Einsatz für RTL und das “Zeit-Magazin” prangert er “Menschenschinderei mit System” an.

Fahrer würden zu schwer durchschaubaren Bedingungen und in oft nur mündlichen Verträgen als Subunternehmer verpflichtet, ohne dass GLS sie auf die unternehmerischen und finanziellen Risiken hinweise.
Viele würden total ausgebeutet, gerieten in eine Schuldenfalle – und GLS stehle sich geschickt und komplett aus der Verantwortung.

“Ein Skandal ist auch, dass die ersten Stunden gar nicht bezahlt werden. Wenn die Fahrer um 5 Uhr die Pakete aus den Depots holen, vom Band nehmen, scannen und in die Wagen tragen, werden diese zwei, drei Stunden nicht bezahlt. ”

Kritisierte Wallraff.

Es handele sich um “prekäre Beschäftigung” und um Dumpinglöhne von oft nur umgerechnet drei bis fünf Euro pro Stunde. Er habe 14-Stunden-Einsätze bis zur totalen Erschöpfung erlebt, Schlafdefizite, Drangsalierung. Arbeitsschutzgesetze würden klar missachtet. “Gegenüber den Behörden werden manipulierte Angaben gemacht.”

Sehen sie sich den Videobeitrag von RTL und Günter Wallraff über die Arbeitsbedingungen bei GLS an.

In dem Zusammenhang weist der Zusteller GLS  die Wallraff-Vorwürfe in einer Stellungnahme  zurück.

GLS erklärte, es handele sich bei dem Beitrag um eine “einseitige und verkürzte Berichterstattung”.
Das Unternehmen verpflichte Transportfirmen “zur Beschäftigung von Fahrern in rechtskonformen, sozialversicherungspflichtigen Anstellungsverhältnissen.”

Der Paketzusteller mit Sitz in Amsterdam, der in Deutschland zu den vier größten Paketlogistikern gehört, “bedauerte” den Bericht.

Quelle: dpa/ RTL/ Zeit/ Stern